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Kettlebell Weisheiten/Ansichten


Unbenannt

Die Kettlebell wird leider von vielen nicht dafür verwendet, für was sie sinnvoll ist.
Das fängt schon bei den „Großen Kettlebell Gurus“ an.
Klarerweise wird ein Kraftathlet, der zuvor mit der Langhantel gearbeitet oder gar ein Discopumper sobald er eine Kettlebell in seinem Studio liegen sieht sie auf gewohnte weise angreifen, eventuell sogar curlen und damit hantieren anfangen. Doch ohne geeignete Kurse nicht richtig damit umgehen können. Informiert dieser sich nun an falscher Stelle kann auch dies in die falsche Richtung gehen.
Denn für einen Trainingsplan mit Kniebeugen, Kreuzheben, Überkopf drücken,… braucht man nun wirklich keine Kettlebell.

Klar sind die Einsatzmöglichkeiten der Kettlebell verschieden und es bleibt auch jedem selbst überlassen, wie er diese nutzen möchte.
Trotz alledem, möchte ich euch hier erklären was meine Sicht der Dinge ist und was meiner Meinung nach auch der Nutzen einer Kettlebell sein sollte.
Und das ist eben auf keinen Fall der Ersatz einer Langhantel.

Wie ein bekannter Kraftsport Coach im aktuellen M&F schreibt sollte man, will man seine Kraft bzw. Muskelmasse steigern dem Körper Widerstand geben. Und das macht man klarerweise mit einer Langhantel am besten.
Daher ist es weder zielführend noch kostengünstig sich für dieses Ziel Kettlebells anzuschaffen.
Denn ein Swing oder ein Goblet Squat wird niemals Kreuzheben oder einen LH Squat ersetzen, doch hat auch der liebe Coach im M&F den Satz „Funktionelles Krafttraining ist nicht so effektiv wie Langhanteltraining, weil die Belastungen zu leicht sind“ von sich gegeben.
Da haben wir aber schon den ersten großen Fehler mit solchen Sätzen und auch im Denken, wann benötige ich schwere Gewichte.
Denn da kommt es immer auf das Ziel an.
Will jemand auf eine Kraftsport Bühne, wird er um eine Langhantel, Log, … nicht herumkommen.
Will jemand Fit sein und zwar in jeder Lebenslage, ist die Langhantel nicht unbedingt die erste Wahl.

Die Kettlebell ist eine Eisenkugel mit einem Griff an nur einer Seite. Somit kann man sie schon schwer greifen und bewegt man sie, wird sie einem nicht einfach überall folgen sondern Schwingen in verschiedene Richtungen bzw. mit der Schwerkraft.

Für mich ist gerade das der wichtige Punkt und die daraus resultierenden Trainingsansätze/reize sind das Momentum der sich bewegenden Kugel zu nutzen bzw. ihr eine Bewegung mit zu geben um aber auch wieder direkt gegen diese Bewegungsrichtung zu arbeiten (wie es auch teilweise beim Gewichtheben der Fall ist).
Somit arbeitet man mit und gegen die Schwerkraft, erzeugt Schwungkraft, hat Antirotationsbewegungen, asymetrische Stabilistation, muss in jeder Lage sein Gleichgewicht halten aber kann die Kettlebell auch sehr gut zur Mobilisation nutzen.

Somit ergibt sich für mich daraus, dass es keinen Sinn macht, sich eine Fitness-Bell anstatt einer Girevoy/WK Belll zu besorgen, geht es einem nur um den breiteren Griff. Denn mein oben beschriebener Sinn der Kettlebell, lässt sich am besten einhändig nutzen.

Somit rede ich gar nicht davon welche Kettlebell ich nutze oder welchen Stil ich ausüben möchte.
Hardstyle, Girevoy, – lieber no style.
Denn die meisten stehen doch auf die Hardstyle Gurus und ihre Challenges wie den RKC Snatch-Test. Doch ist der Snatch Test doch eigentlich irreführend in seiner Form. Man macht ihn eigentlich im Girevoy Stil, da es gilt eine hohe Wiederholungszahl in einer bestimmten Zeit zu bewältigen, die Ausführung ist aber in den meisten Fällen im erlernten Hardstyle, was für die Gelenke und den gesamten Bewegungsapparat eine unnötige Belastung aufweist.

Im Großen und Ganzen kommt es aber wie immer darauf an, was meine Ziele sind.

Für mein Ziel sehe ich keinen Sinn dahinter eine Langhantel zu nutzen, da ich das Zusammenspiel aus Kraft, Stabilität und Mobilität mit Eigengewicht und Kettlebells besser erreichen kann.

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