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Abschied -> Neuanfang


Ich fühle mich verpflichtet mich hier auch noch einmal zu Wort zu melden, bevor ich diesen Blog hier schließe.

Meine Frau und ich werden in kürze in unserer Heimatstadt gemeinsam ein Unternehmen im Sportbereich gründen und dieser Blog wird danach überflüssig. Ich werde weiterhin auf unserer kommenden Seite von meinem Training berichten, sowie weiterhin im Team-Andro Forum, wo ich unter dem Nickname DieEiche weiterhin mein Training und teilweise meine Ernährung logge.

Trotz alledem, möchte ich hier abschließend einen kleinen Einblick in mein derzeitiges Training und die geistige wie körperliche Entwicklung dieses geben.


 


 

Mein Training unterteilt sich in drei

Eckpfeiler

–FLOW—
dazu gehört alles bei dem es nicht tropft (Schweiß), sondern der Erholung dient.

—WAVE—
Der Übergang von FLOW zu CRASH.
Das Wasser (Schweiß) kann strömen!
Hier sind Energiereiche Movement-, Asymmetrische Rumpfkraft- und Carrying-Einheiten einzuordnen.

—CRASH—
Energiereiche Einheiten mit Fels-formenden Wellen!
Explosives und Kraftvolles Training mit Eisen, Eigengewicht und anderen Hilfsmitteln.

unterteilen, die aus folgenden

Grundsteinen
Strength, Mobility, Stability

bestehen und für die ich folgende Tools verwende:

  • Kettlebell Training

  • Movement

  • BWE (Boy weight exercises)

  • Militärische Elemente

  • Gymnastics/Calisthenics/Yoga

und das alles am liebsten in der freien Natur!

 


 

Seit ich durch meinen Motorradunfall die einbeinige Kniebeuge lieben gelernt habe hat sich meine Sicht zum Training sehr verändert.
Mein Ziel in den nächsten Monaten wird es sein mein rechtes Bein so weit zu steigern, dass eine einbeinige plyo Kniebeuge bzw eine auf einer Slackline und eine mit Kettlebell möglich ist. (Der Marknagel wird mich etwas aufhalten…) Später soll Sprinten dazu kommen.

Unterkörper wird, da ich hier das Eigengewichtsziel bereits erreicht habe mit Gewicht trainiert.
Des weiteren habe ich vor meinen Oberkörper auf den Stand meines Beines bzgl Koordination und Körpergefühl/Zusammenspiel zu bekommen. Dies wird nur mit Körpergewicht geschehen, bis gewisse Ziele erreicht sind.

Ein weiterer Grund/Sinn für den Plan ist, dass ich mich mehr auf BJJ und meine Leistung als Soldat sowie den holistischen Ansatz konzentrieren möchte.
Ich habe gemerkt, dass ich durch das Trainieren mit Gewicht im Kraft-Bereich zwar stärker wurde in den einzelnen Übungen, aber ganzheitlich gesehen schwächer geworden bin. Das ist vor allem in den Körpergewichtsübungen merkbar.

Kurz gesagt: Das militärische Durchbeißen soll wieder trainiert werden!


 

Aus diesem ganzen Denken und Prinzipien habe ich mir 2014 ein Trainingssystem entwickelt:

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Körperausbildungs- und Kampfsystem 14

Das Körperausbildungs- und Kampfsystem 14 kurz KaKs 14 ist ein System um die maximale Leistung des Soldaten für jegliche militärische sowie private Anforderungen zu steigern bzw. wieder zu erlangen.
Es beinhaltet physische sowie auch geistige Trainings- und Regenerationsmethoden.

Die Teilbereiche des KaKs 14 gliedern sich in folgende Kategorien, die miteinander kombiniert werden können und müssen.

  • Altrussisches Kettlebell Training mit Fokus auf Momentum
  • Körpergewichts- bzw Gymnastikübungen mit deren Steigerungsformen
  • Das Schleppen schwerer Dinge
  • Brazilian Jiu-jitsu
  • Bewegungsmuster aus BJJ und der Tierwelt
  • Yoga
  • Regenerationsarten

Das gesamte Training besteht aus vier Phasen und dauert je nach Ausgangslage und Steigerung des einzelnen Soldaten 5-7 Monate.

Die gesamte Trainingsplanung muss individuell angepasst werden!

Das KaKs 14 Würde nach den Grundregeln des FLOW-WAVE-CRASH Systems entwickelt.

 

 

Derzeit bin ich in Phase 3 angelangt, die auf Kraft ausgelegt ist und meine Trainingseinheiten sehen als Beispiel so aus:

TE1

Aufwärmen: Mobility Einheit, Hangeln,…
Hauptübungen im Supersatz (5-7 Sätze): Einarmiger Liegestütz / Tauklettern
Zusatz: Kettlebell Bent Press / TGU
Cool down: Mobility, Atemübungen

TE2

Aufwärmen: Mobility Einheit, Krabbeln,…
Hauptübungen im Supersatz (5-7 Sätze): Pistol / Bulgarian Split Squat
Zusatz: Dinge/Menschen schleppen
Cool down: Mobility, Atemübungen

TE3

gleich wie TE1 bis auf
Hauptübungen Handstand Liegestütz / Klimmzugvariante

dazwischen gibt es kurze Lauf/Seilspring/Kettlebell Juggling einheiten um mein Schienbein zu stärken und den Knochen zum Wachstum anzuregen.

 

Derzeit habe ich damit erreicht:

  • Pistol mit 36Kg
  • TGU mit 40Kg
  • BSS (mit gebrochenem Bein) mit 60Kg
  • einarmige Liegestütze – einige
  • Handstand Liegestütz (derzeit noch gegen die Wand)
  • Pull-up derzeit – Archer Pull-up an den Ringen

Zusätzlich arbeite ich ständig an kleinen Gewohnheiten, wie meine täglich Sitzzeit zu verringern und meine Gehzeit zu erhöhen bzw. täglichen Mobility und krabbel-Einheiten.

 

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Kettlebell Weisheiten/Ansichten


Unbenannt

Die Kettlebell wird leider von vielen nicht dafür verwendet, für was sie sinnvoll ist.
Das fängt schon bei den „Großen Kettlebell Gurus“ an.
Klarerweise wird ein Kraftathlet, der zuvor mit der Langhantel gearbeitet oder gar ein Discopumper sobald er eine Kettlebell in seinem Studio liegen sieht sie auf gewohnte weise angreifen, eventuell sogar curlen und damit hantieren anfangen. Doch ohne geeignete Kurse nicht richtig damit umgehen können. Informiert dieser sich nun an falscher Stelle kann auch dies in die falsche Richtung gehen.
Denn für einen Trainingsplan mit Kniebeugen, Kreuzheben, Überkopf drücken,… braucht man nun wirklich keine Kettlebell.

Klar sind die Einsatzmöglichkeiten der Kettlebell verschieden und es bleibt auch jedem selbst überlassen, wie er diese nutzen möchte.
Trotz alledem, möchte ich euch hier erklären was meine Sicht der Dinge ist und was meiner Meinung nach auch der Nutzen einer Kettlebell sein sollte.
Und das ist eben auf keinen Fall der Ersatz einer Langhantel.

Wie ein bekannter Kraftsport Coach im aktuellen M&F schreibt sollte man, will man seine Kraft bzw. Muskelmasse steigern dem Körper Widerstand geben. Und das macht man klarerweise mit einer Langhantel am besten.
Daher ist es weder zielführend noch kostengünstig sich für dieses Ziel Kettlebells anzuschaffen.
Denn ein Swing oder ein Goblet Squat wird niemals Kreuzheben oder einen LH Squat ersetzen, doch hat auch der liebe Coach im M&F den Satz „Funktionelles Krafttraining ist nicht so effektiv wie Langhanteltraining, weil die Belastungen zu leicht sind“ von sich gegeben.
Da haben wir aber schon den ersten großen Fehler mit solchen Sätzen und auch im Denken, wann benötige ich schwere Gewichte.
Denn da kommt es immer auf das Ziel an.
Will jemand auf eine Kraftsport Bühne, wird er um eine Langhantel, Log, … nicht herumkommen.
Will jemand Fit sein und zwar in jeder Lebenslage, ist die Langhantel nicht unbedingt die erste Wahl.

Die Kettlebell ist eine Eisenkugel mit einem Griff an nur einer Seite. Somit kann man sie schon schwer greifen und bewegt man sie, wird sie einem nicht einfach überall folgen sondern Schwingen in verschiedene Richtungen bzw. mit der Schwerkraft.

Für mich ist gerade das der wichtige Punkt und die daraus resultierenden Trainingsansätze/reize sind das Momentum der sich bewegenden Kugel zu nutzen bzw. ihr eine Bewegung mit zu geben um aber auch wieder direkt gegen diese Bewegungsrichtung zu arbeiten (wie es auch teilweise beim Gewichtheben der Fall ist).
Somit arbeitet man mit und gegen die Schwerkraft, erzeugt Schwungkraft, hat Antirotationsbewegungen, asymetrische Stabilistation, muss in jeder Lage sein Gleichgewicht halten aber kann die Kettlebell auch sehr gut zur Mobilisation nutzen.

Somit ergibt sich für mich daraus, dass es keinen Sinn macht, sich eine Fitness-Bell anstatt einer Girevoy/WK Belll zu besorgen, geht es einem nur um den breiteren Griff. Denn mein oben beschriebener Sinn der Kettlebell, lässt sich am besten einhändig nutzen.

Somit rede ich gar nicht davon welche Kettlebell ich nutze oder welchen Stil ich ausüben möchte.
Hardstyle, Girevoy, – lieber no style.
Denn die meisten stehen doch auf die Hardstyle Gurus und ihre Challenges wie den RKC Snatch-Test. Doch ist der Snatch Test doch eigentlich irreführend in seiner Form. Man macht ihn eigentlich im Girevoy Stil, da es gilt eine hohe Wiederholungszahl in einer bestimmten Zeit zu bewältigen, die Ausführung ist aber in den meisten Fällen im erlernten Hardstyle, was für die Gelenke und den gesamten Bewegungsapparat eine unnötige Belastung aufweist.

Im Großen und Ganzen kommt es aber wie immer darauf an, was meine Ziele sind.

Für mein Ziel sehe ich keinen Sinn dahinter eine Langhantel zu nutzen, da ich das Zusammenspiel aus Kraft, Stabilität und Mobilität mit Eigengewicht und Kettlebells besser erreichen kann.